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Alkoholische Desinfektion bestätigt

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Sepsis: Quick wins?

von Andreas Herzog (Kommentare: 0)

Der Genfer Hygiene-Altmeister und Ratgeber der Weltgesundheitsorganisation WHO, Didier Pittet, fragt in einem aktuellen Beitrag ketzerisch, ob die Zunft der Ärzte in Sachen Sepsis noch den Wald vor lauter Bäumen erkennt.

Viel hat sich getan und verbessert bei der frühzeitigen Erkennung und bei der patientenindividuell wirksamen Therapie der Sepsis. Dennoch ist die Sepsis eine der häufigsten Todesursachen im Krankenhaus. Auch Fragen der Impfung zur Vermeidung der außerhalb des Krankenhauses erworbenen Sepsis seien – durchaus zu Recht – Gegenstand intensiver und erfolgreicher Forschung.

Eine der naheliegendsten, im Prinzip einfachsten und zugleich mit Blick auf die Statistik eine der wichtigsten Maßnahmen sei jedoch weiterhin die klassische Händehygiene. Bezogen auf die im Krankenhaus erworbene Sepsis sei die Händedesinfektion sogar eindeutig die wichtigste Maßnahme.

Paradox ist nun, dass die einfachste und zugleich wichtigste Maßnahme nicht immer die entsprechende Aufmerksamkeit erhält. Die englische Sprache hat dafür noch ein paar mehr treffende Redewendungen dafür parat: Sehen wir noch den „elephant in the room“? Oder ignorieren wir den Elefanten Händehygiene mit Blick auf die unzähligen, wissenschaftlich spannenderen Einzelthemen, die sich vielleicht auch im Bereich der Sepsis erforschen lassen? Werden systematisch „quick wins“ verpasst? Wäre es nicht sinnvoll, zunächst die „low hanging fruit“ abzuernten, nämlich eine gute Händehygiene umzusetzen, anstatt mit hohem Aufwand Spezialfälle zu betrachten? First things first, sollte man meinen.

Eine Erklärung für das Paradoxon liefert Pittet selbst: „It comes as no surprise that modifying human behaviour is more difficult than vaccinating…“. Er benennt damit den Schlüssel für den Kampf gegen die nosokomiale Sepsis.

Der abschließende Appell lautet:

„Improving hand hygiene, and thus reducing healtcare-associated infections in general, is a straightforward, cost-effective, and proven strategy that hospitals and healthcare institutions can implement to improve patient outcomes. The evidence suggests that implementing such measures could also drastically reduce the rates of healthcare-associated sepsis.  Although sepsis remains one of the worst possible outcomes for a routine hospitalization, it is also one that healtcare workers have a large degree of direct control over.“

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