HyHelp
Hyhelp

HyHelp

…schützt Patienten, Pflegende
und Ärzte vor Infektionen:
Qualität sichtbar gemacht.

Weiterlesen…

Studien

Studien

40% der Infektionen können
durch bessere Händehygiene
vermieden werden.

Dies und weitere Studien…

Hyblog

HyBlog

60% mehr Händedesinfektionen

Die Auswertung der aktuellen Kundendaten zeigt eine hohe ...

Weiterlesen...

Qualitätsorientierte Vergütung für Krankenhäuser

Mit dem neuen Krankenhausstrukturgesetz hat der Gemeinsame Bundesausschuss GBA die Aufgabe erhalten, einen Katalog von Leistungen und Leistungsbereichen festzulegen, die sich für eine qualitätsabhängige Vergütung eignen. Das Ziel ist, Qualität und Patientenschutz zu verbessern. Dazu sollen schrittweise Qualitätszu- und -abschläge für bestimmte Leistungen eingeführt werden. Das neu geschaffene IQTiG unter Leitung von Christof Veit erarbeitet konkrete Empfehlungen dafür.

Wenn aus einer gut gemeinten Idee allgemeine Praxis werden soll, wird es häufig schwierig. Im vorliegenden Fall muss Qualität möglichst objektiv, und möglichst ohne großen Zusatzaufwand, gemessen werden. Eines der Hauptprobleme dabei ist, dass der Behandlungserfolg in der Medizin immer auch vom Patienten abhängt und z.B. bei multimorbiden, älteren Patienten häufig niedriger liegt als im Durchschnitt. Dies gilt in besonderem Maße auch für nosokomiale Infektionsquoten oder andere Ergebnisgrößen. Wer Qualitätszuschläge oder gar -abschläge am Behandlungserfolg messen will, kommt also um eine patientenbezogene Risikoadjustierung nicht herum.

Dort, wo keine korrekte Risikoadjustierung erfolgt, führt jeder Zu- oder Abschlag zwangsläufig zu Fehlanreizen für eine Risikoselektion, schlimmstenfalls bis hin zur Abweisung oder Nichtbehandlung von Patienten. Es ist zu befürchten, dass eine korrekte Risikoadjustierung – die sich ja z.B. bei neuen Therapiemöglichkeiten auch schnell verändern kann - nur schwer dauerhaft erreichbar sein wird. Es wird wohl ein ständiges Nachjustieren und „Schließen von Schlupflöchern“ bleiben – nicht unbedingt zum Vorteil der Patienten.

Zu fragen ist daher, wie leistungsfähig das alleinige Abheben auf Ergebnisgrößen (z.B. Behandlungserfolg, Infektionsquoten, etc.) tatsächlich wäre. Gute Krankenhausprozesse als Vorbedingung für Ergebnisse kommen Risikopatienten und Normalpatienten gleichermaßen zugute. Prozesse können auch ohne den Aufwand und die Problematik der Ergebnisqualitätsmessung und Risikoadjustierung vergleichsweise leicht beschrieben und bewertet werden: „best practice“ und Schlamperei unterscheiden sich deutlich.

Angemessene Strukturen und Systeme des Qualitätsmanagements und der Prävention ermöglichen eine Verbesserung der Prozessqualität. Diese Systeme wirken unabhängig von den konkreten Patientenprofilen. Gute Instrumente des Fehlermanagements und der Prävention steigern die Qualität für alle Patientenrisiken und Behandlungsschwerpunkte. Zugleich ist die Existenz geeigneter Systeme vergleichsweise leicht überprüfbar. Qualitätszuschläge könnten die Einrichtung und Verbesserung geeigneter Systemen für Qualität und Prävention entscheidend fördern.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Weitere Beiträge

Mit Daten gegen Resistenzen

RKI veröffentlich Tool für Krankenhäuser, um den Zusammenhang zwischen Antibiotika-Verbrauch und -Resistenz zu analysieren

Weiterlesen …

EU-Studie Infektionen: So what?

von Andreas Herzog (Kommentare: 0)

Schlussfolgerungen aus der jüngsten EU-Studie zur Zahl der nosokomialen Infektionen

Weiterlesen …

Ländervergleich Infektionen

von Andreas Herzog (Kommentare: 0)

Deutschland im guten Mittelfeld - große nationale Unterschiede bei Krankenhausinfektionen

Weiterlesen …