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und Ärzte vor Infektionen:
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40% der Infektionen können
durch bessere Händehygiene
vermieden werden.

Dies und weitere Studien…

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60% mehr Händedesinfektionen

Die Auswertung der aktuellen Kundendaten zeigt eine hohe ...

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Politik diskutiert über post-antibiotische Ära

Nachdem sich die Bundesregierung mit der Strategie DART 2020 und der Warnung der Kanzlerin vor einer post-antibiotischen Ära in den letzten Wochen positioniert hat, legen die Grünen nun eine ausführliche Hintergrundstudie vor. (Autorin: PD Dr. Elisabeth Meyer vom Institut für Krankenhaushygiene, geleitet von Prof. Dr. Petra Gastmeier, Charité. Die Studie ist bei der Pressestelle der Grünen erhältlich.) Die Thematik ist damit endgültig in der politischen Diskussion angekommen, zumal das Thema auch auf der Agenda des aktuellen G7-Gipfels steht.

Die Studie extrapoliert die potentiellen Opfer der sich ausbreitenden multiresistenten Erreger, mit der Schlussfolgerung, dass ohne zusätzliche Maßnahmen im Jahr 2050 mehr Menschen an multiresistenten Erregern als an Krebs sterben könnten. Da zusätzlich zu den multiresistenten Erregern auch die seit langem bekannten Erreger durch „gewöhnliche“ Krankenhausinfektionen noch weit mehr Menschen Opfer fordern, wird die Dimension des Gesamtproblems einmal mehr eindrucksvoll unterstrichen.

Inhaltlich weist die Studie zahlreiche Parallelen zu den Absichtserklärungen der Antibiotika-Strategie der Bundesregierung (DART 2020) auf. Parallelen bestehen insbesondere auch bei der Forderung nach einem rationalen, d.h. deutlich reduzierten Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin.

Allerdings betont die Studie, wie auch bereits das HyBlog im Kommentar zur Strategie der Bundesregierung, in deutlich stärkerem Maße die Bedeutung der Massentierhaltung. Die Studie weist fundiert und anschaulich die wirtschaftliche Motivation des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung nach, insbesondere den wachstumsfördernden Effekt von Antibiotika.

Weiterhin weist die Studie wie bereits das HyBlog auf die entscheidende Rolle der Hygiene für die Prävention von nosokomialen Infektionen hin. Eine Infektion, die im Krankenhaus gar nicht erst entsteht, muss auch nicht durch Antibiotika bekämpft werden. Hier wird völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen die Händedesinfektion ist (S. 46 der Studie).

Insgesamt ergibt die politische Diskussion der vergangenen Wochen bereits ein recht rundes Bild, und es besteht die Hoffnung, dass den Worten nunmehr Taten folgen, der Antibiotikaeinsatz in Tierhaltung und Humanmedizin eingedämmt wird, die Bemühungen um bessere Krankenhaushygiene auch in der Praxis bestärkt werden, und die erforderlichen Ressourcen bereitgestellt werden.

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