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Neue Erkenntnisse aus der Resistenzforschung

Nach der Euphorie über die Effektivität von Antibiotika zur Infektionsbekämpfung vor über 50 Jahren trat im Laufe der Jahre, ob der zunehmenden Resistenzbildung, eine Ernüchterung ein. Mittlerweile breiten sich Erreger (z.B. 3MRGN oder 4MRGN), gegen die im heute verfügbaren „Waffenarsenal“ kaum noch wirksame Antibiotika zu finden sind. Die Behandlung wird immer schwieriger und aufwändiger. Es wird befürchtet, dass sich schon in wenigen Jahren Resistenzen auch gegen die letzten verfügbaren Reserve-Antibiotika bilden und dann keine Behandlungsmöglichkeit mehr zur Verfügung steht. Dann könnten auch banale Infektionen einen tödlichen Verlauf nehmen, und in der Folge bestimmte Therapieoptionen aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos nicht mehr in Frage kommen.

Erregerstämme bilden Resistenzen im Laufe der Zeit durch Kontakt mit den Antibiotika aus, z.B. durch bestimmte Genmutationen, die den spezifischen Angriffspunkt des Antibiotikums beseitigen. Der Erreger, der diese Anpassung an das Antibiotikum erstmals schafft, kann sich durch die Abwesenheit anderer Mikroorganismen (die das Antibiotikum ja vernichtet hat) sehr schnell vermehren. In einer Umgebung, in der Erreger regelmäßig durch Antibiotika beseitigt werden (wie dem Krankenhaus), kann sich ein solcher resistenter Erreger besonders effektiv ausbreiten und einnisten.

An dieser Stelle gibt es allerdings einen Aspekt, der Wissenschaftler hinsichtlich der Resistenzproblematik optimistisch stimmt: Die sehr spezielle Anpassungsleistung resistenter, und erst recht multiresistenter Erreger bedeutet häufig, dass der Erreger weniger „fit“ ist, wenn er in einem normalen Umfeld ohne die Gegenwart von Antibiotika überleben soll. Das kann z.B. der Fall sein, wenn er für bestimmte Prozesse energieaufwändigere „Ersatzmechanismen“ im Vergleich zu seinen nicht-resistenten Artgenossen nutzt. In einem Umfeld ohne Antibiotika konkurriert der multiresistente Erreger dann mit zahlreichen weiteren, zwar nicht resistenten, aber sonst viel fitteren Erregern um begrenzte Nahrungsressourcen, und kann sich dann hoffentlich nicht weiter ausbreiten.

Die nun vorliegenden, neuen Studien (bitte hier und hier klicken) gießen hier allerdings etwas „Wasser in den Wein“: Tatsächlich konnte bei einigen Erregern und einzelnen Resistenzmechanismen der postulierte Zusammenhang gefunden werden: Es gab zum Teil „Fitnesskosten“ der antibiotischen Resistenz und die Erreger waren den anderen Vertretern ihrer Art in Abwesenheit von Antibiotika unterlegen. Ebenso gab es allerdings auch gewisse Resistenzmechanismen, die nur geringe oder gar keine Fitnesskosten verursachten. Diese Erreger können also insofern „in freier Wildbahn“ auch außerhalb des geschützten Krankenhausumfeldes gut überleben und sich sogar ausbreiten. Die Hoffnung, dass Erreger durch sehr sparsamen Antibiotikaeinsatz irgendwann gegenüber ihren nicht-resistenten „Artgenossen“ ins Hintertreffen geraten, könnte sich als Illusion erweisen.

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