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Dauer der Händedesinfektion

Die erforderliche Dauer der Händedesinfektion ist der Gegenstand einer aktuellen Untersuchung.  Ausgehend von den üblichen 30 Sekunden wird untersucht, ob eine Verkürzung der Dauer zu schlechteren Desinfektionsergebnissen führt.

Dazu wurde mit Einreibedauern von 10, 15, 20, 30, 45 und 60 Sekunden experimentiert. Die mit diesen unterschiedlichen Einreibedauern jeweils erreichte Reduktion der Erregerzahl unterschied sich nicht signifikant – die erreichte Reduktion war bei 20 Sekunden sogar (wohl zufällig bedingt) geringfügig höher als mit 30 Sekunden, während sie bei 15 Sekunden geringfügig niedriger lag.

Die Problematik der Messung der Reduktion um mehrere Logstufen wird auch hier beschreiben. Die erreichbare und messbare Erregerreduktion unterscheidet sich für verschiedene Händedesinfektionsdauern nicht signifikant. Somit treten andere Aspekte als die Einreibedauer in den Vordergrund.

Ein erster Aspekt ist, dass mit der in der Praxis beobachtbaren, durchschnittlichen Dauer von 7,6 Sekunden eine ausreichende Erregerreduktion vermutlich häufig nicht erreichbar ist, und ein ausreichender „Sicherheitsabstand“ zu einer zu kurzen Händedesinfektionsdauer eingehalten werden sollte.

Ein zweiter Aspekt ist, dass ein vollständiges und gründliches Einreiben nach EN 1500 aller Hautflächen der Hand einschließlich der Nagelfalze und Fingerzwischenräume kaum unter 15 Sekunden machbar ist.

Schließlich dauert es als dritter Aspekt in der Regel deutlich länger als 15 Sekunden, bis eine ausreichend große Menge Händedesinfektionsmittel – empfohlen werden mindestens 3 ml, bei großen Händen auch mehr – ausreichend getrocknet ist. Das Verreiben einer hinreichend großen Menge aus alle Hautflächen bis zur Trocknung könnte also eine vernünftige und vor allem leicht zu merkende und einzuhaltende Vorgabe sein – es spielt dann eine geringe Rolle, ob das nun 15 oder 30 Sekunden sind.

Der vierte Aspekt ist, dass hohe zeitliche Vorgaben abschreckend wirken und als diskreditierend wahrgenommen werden können. In der Praxis wird eine geringe Compliance bei der Händehygiene oft damit begründet, dass eine ausreichend hohe Compliance aus Zeitgründen unrealistisch sei. Tatsächlich wären z.B. 15 Händedesinfektionen je Stunde, wie sie sich aus den Indikationen für die Händehygiene im Arbeitsalltag durchaus leicht ergeben können, mit einem sehr erheblichen Zeitaufwand von 7,5 Minuten je Stunde verbunden, falls in dieser Zeit keine anderen Aktivitäten (laufen, mit dem Patienten sprechen) erledigt werden können.

Dieser hohe Zeitaufwand bei einer vorgeschriebenen Händedesinfektionsdauer von 30 Sekunden dient in der Praxis z.T. als Rechtfertigungsansatz für eine geringe Compliance, nach dem Motto „mit den vorgeschriebenen 30 Sekunden Einreibedauer kann ich aus Zeitgründen nicht alle Indikationen einhalten, also versuche ich es auch erst gar nicht.“ Dies obwohl eine kurze Einreibedauer im Vergleich zu einem Weglassen der Händedesinfektion mit Sicherheit das bei weitem kleinere Übel ist.

Eine verkürzte Vorgabe von 15 Sekunden für die Einreibedauer könnte dann aus psychologischen Gründen zu einer erhöhten Compliance bei der Einhaltung der Indikationen führen.

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