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und Ärzte vor Infektionen:
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40% der Infektionen können
durch bessere Händehygiene
vermieden werden.

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Mit Daten gegen Resistenzen

RKI veröffentlich Tool für Krankenhäuser, um den Zusam ...

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Antibiotikaverbrauch in der EU

Gerade ist der Surveillance Report des European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) erschienen, behandelt wird der Antibiotikaverbrauch der Jahre 2013-2014.

Viel beachtet und zitiert ist das Länderranking auf S. 15. Spitzenreiter sind dort die Niederlande mit nur 10,6 defined daily doses pro 1000 Einwohner pro Tag, das Schlusslicht bildet Griechenland mit mehr als der dreifachen Menge. Deutschland steht hinter einigen nördlichen und östlichen Ländern recht gut da.

Dies bezieht sich allerdings auf die Teilstatistik ohne Krankenhäuser, im Krankenhaussektor selbst ändert sich das Bild. In den Krankenhäusern hat Großbritannien den höchsten Verbrauch, wenn man Finnland aufgrund nicht vergleichbarer Daten ausnimmt, und Deutschland ist in der Tabelle wegen fehlender Daten leider nicht enthalten. Zwar ist der Verbrauch der Krankenhäuser im vergleich zum hausärztlichen Bereich gering – die Bedeutung des Hotspots Krankenhaus als Brutstätte möglicher Resistenzen dürfte allerdings überproportional sein.

Zu den Ursachen der großen Unterschiede zwischen den Ländern werden derzeit auf Basis des ECDC-Reports unterschiedliche Herangehensweisen, Ausbildungssysteme und kulturelle Einflüsse diskutiert. Die Bedeutung einer gut abgestimmten, spezifischen Antibiotikatherapie wird betont. All dies ist wichtig.

Wichtig wäre aber aus Sicht von HyHelp auch eine Differenzierung und Analyse der Gründe der Antibiotikagabe im Krankenhaus. Diese kann prophylaktisch erfolgen, oder therapeutisch. Sie kann einerseits leitliniengerecht erfolgen, oder eben nicht. (z.B. S3-Leitlinie zur rationalen Antibiotika-Anwendung, S1-Leitlinie zur Perioperativen Antibiotikaprophylaxe).  Die Antibiose kann aufgrund einer mitgebrachten oder einer nosokomialen Infektion erfolgen. Die zugrundeliegende Infektion kann sicher diagnostiziert worden sein oder lediglich vermutet oder auch nur befürchtet.

Zur prozentualen Verteilung dieser Gründe sind HyHelp keine Untersuchungen bekannt. Für Leserhinweise sind wir dankbar.

Der Einfluss der Verbesserung der Händehygiene auf den Antibiotikaverbrauch könnte auf Basis dieser Ursachenanalyse genauer abgeschätzt werden. Dieser Einfluss besteht selbstverständlich bei den nosokomialen Infektionen, aber auch bei der Risikoerwartung der behandelnden Ärzte und somit insbesondere auch bei prophylaktischer Antibiose und bei nicht sicher diagnostizierten Infektionen.

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